Prof. Dr. Malte Nieschalk
Rechtswissenschaften
Prof. Dr. Malte Nieschalk studierte Wirtschafts- und Rechtswissenschaften in Berlin (Dipl. iur.), Wellington/NZ (LL.M.) und Frankfurt/Oder (Dr. iur.), arbeitete in der Werbung und Unternehmenskommunikation sowie der Pressestelle des Deutschen Bundestags.
Nach Stationen in der Pressestelle der Senatsverwaltung für Justiz und der Rechtsabteilung der Pro7Sat.1Media AG ist er seit 2007 als Rechtsanwalt, seit 2015 auch als Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, zugelassen und war von 2007 - 2025 in einer Berliner Presserechtskanzlei tätig, wo er schwerpunktmäßig mittelständische Verlage und Medienunternehmen in allen Bereichen des Presse- und Medienrechts beraten und vertreten hat.
Er hat seit 2012 zudem diverse Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und Universitäten wahrgenommen und ist seit dem 01.10.2025 Professor für Zivilrecht an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Berlin.
Akademischer Lebenslauf
1997 - 1998: Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin
1998 - 2003: Studium der Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin
2004 – 2005: Masterstudium (LL.M.) an der Victoria-University of Wellington, Neuseeland
2008 – 2012: Promotionsstudium an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)
Publikationen
I. Monografien
Could ‚Berlusconi‘ happen in New Zealand?“, Victoria University of Wellington, Wellington, 2004 (52 Seiten)
„Does New Zealand Law ensure fair Competition between Political Parties?“, Victoria University of Wellington, Wellington, 2004 (58 Seiten)
Folgerungen aus deregulierten Medienlandschaften für die Reformdiskussion um das Pressefusionsrecht, Dissertation, 2012 (246 Seiten)
II. Sammelbände (als Herausgeber)
„Presse- und Medienrecht in der Bundesrepublik Deutschland, Ungarn und der Europäischen Union: Journal zum Deutsch-Ungarischen Seminar 2001“, (Hrsg., m. P. Fischer), Projektgruppe Budapest am Lehrstuhl Prof. Dr. B. Schlink, Humboldt-Universität zu Berlin, 2001.
III. Handbücher
Handbuch des Presserechts (Hrsg. Ricker/Weberling), C.H. Beck, 6. Aufl. 2012, Bearbeitung der Abschnitte 3 (Presseordnungsrecht, S. 92-146), 15 (Kennzeichen- und Titelrecht der Presse, S. 619-628), 17 (Presse und Kartellrecht, S. 690-728)
Handbuch des Presserechts (Hrsg. Ricker/Weberling), C.H. Beck, 7. Aufl. 2021, Bearbeitung der Abschnitte 13 (Presse und Urheberrecht, S. 553-585), 15 (Kennzeichen- und Titelrecht der Presse, S. 601-609), 17 (Presse und Kartellrecht, S. 668-706)
IV. Aufsätze
„Kein Bedarf für eine übereilte Reform der Pressefusionskontrolle!“ (mit Johannes Weberling), in: AfP 2009, S. 221 ff.
„Verbraucherbefragung kein ‚Test‘“, in: NJ 7/2018, S. 269 ff.
„Rechtsfragen der Nutzung des Internet-Videoportals YouTube im Schulunterricht“, in: NJ 2022, S. 448 ff.
V. Entscheidungsanmerkungen
Anmerkung zu LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 23.04.2015, Versetzung eines Stasi-Mitarbeiters zu anderer Behörde zulässig, in: NJ 5/2016, S. 203 ff.
Anmerkung zu KG Berlin, Beschluss vom 22.11.2015, Zur Neutralität eines Testveranstalters, in: NJ 9/2016, S. 385 f.
Anmerkung zu LG Potsdam, Beschluss vom 01.12.2016, Zur Kostentragung bei kurzfristiger Terminsaufhebung, in: NJ 1/2017, S. 38 f.
Anmerkung zu AG Waren (Müritz), Beschluss vom 05.12.2016, Erstattungsfähigkeit erhöhter Reisekosten eines überörtlich tätigen Presserechtsanwalts im Eilverfahren, in: NJ 2/2017, S. 83 f.
Anmerkung zu VG Frankfurt (Oder), Beschluss vom 14.09.2017, Zu den Anforderungen an die Gewährung von Eilrechtsschutz bei Presseanfragen, in: NJ 12/2017, S. 525
Anmerkung zu OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 08.02.2018, Keine Amtspflichtverletzung bei vertretbarer Öffentlichkeitsarbeit der Staatsanwaltschaft, in: ZWH 9/2018, S. 268 ff.
Anmerkung zu OLG Dresden, Urteil vom 04.04.2023, Erkennbarkeit als Voraussetzung für ein Bildnis im Sinne des Kunsturheberrechtsgesetzes, in: NJ 7/2023, S. 296 ff.
Anmerkung zu LG Stralsund, Urteil vom 06.06.2024, Ungewollte Übersendung von Nacktbildern kann Geldentschädigung begründen, in: NJ 8/2024, S. 357 ff.
VI. Tagungsberichte
„Selbstregulierung und unabhängiger Pressevertrieb – Garanten der Medienfreiheit in Ost-/Südosteuropa“, in: MMR 1/2006, S. XXII
„Rechtliche Möglichkeiten und Praxis der Aufarbeitung der Herrschaftsinstrumente totalitärer Systeme insbesondere durch Medien in Europa“, in: AfP 2008, S. 41
„Veranstaltungsbericht: Seminar Rechtsfragen des Internet-Fernsehens (IP-TV)“, in: NJW 27/2008, S. XVI f.
„Tagungsbericht“, in: osteuropaRecht Heft 1/2010, Beilage „8. Frankfurter Medienrechtstage“, S. 5 ff.
VII. Kleine Beiträge
„IP-TV muss zulassungsfrei bleiben“, in: promedia 8/2008, S. 16 f.
„Verantwortliche beim Namen nennen“, in: Horch und Guck, Zeitschrift zur kritischen Aufarbeitung des SED-Unrechts, Heft 68, 2/2010, S. 34 ff.
„Die Umsetzung der Anforderungen des DigitalPakt Schule bedarf der Unterstützung der Anwaltschaft“, NJ-Ansichtssache, NJ 11/2019
VIII. Rezensionen
Rezension: „Im Zweifel für die Pressefreiheit – Festschrift zur 100. Arbeitstagung der
Arbeitsgemeinschaft der Verlagsjustitiare“, in: K&R 3/2008, S. V. f.

Prof. Dr. Malte Nieschalk